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OTTO Gebühren verstehen: Was vom Umsatz wirklich übrig bleibt

Wer auf OTTO Market verkauft, sieht im Seller-Portal zuerst eine Zahl: den Umsatz. Was davon nach Provision, Versand, Wareneinsatz und Retouren übrig bleibt, steht dort nicht. Genau diese Lücke kostet viele Händler still und leise ihre Marge.

Die Gebührenstruktur von OTTO Market

OTTO berechnet pro verkauftem Artikel eine kategorieabhängige Provision, üblicherweise im Bereich um 15 Prozent des Bruttoverkaufspreises. Dazu kommen je nach Setup Kosten für Zahlungsabwicklung und, falls du über OTTO fulfillst, Logistikgebühren. Die Provision wird auf den Bruttopreis inklusive Umsatzsteuer berechnet, dein Wareneinsatz dagegen ist netto kalkuliert. Wer hier Brutto und Netto mischt, rechnet sich seine Marge schön.

Ein realistisches Rechenbeispiel

Ein Artikel für 49,99 Euro brutto: Nach Abzug von 19 Prozent Umsatzsteuer bleiben 42,01 Euro Nettoumsatz. Eine Provision von 15 Prozent auf den Bruttopreis kostet 7,50 Euro. Versand und Verpackung schlagen mit etwa 5,50 Euro zu Buche, der Wareneinsatz mit 14 Euro. Übrig bleiben rund 15 Euro. Und das ist die Rechnung ohne Retouren: Bei einer Retourenquote von 15 Prozent verlierst du bei jedem sechsten bis siebten Verkauf nicht nur den Gewinn, sondern trägst auch Rückversand und Abwicklung.

Vom Umsatz zum Deckungsbeitrag

Sinnvoll wird die Rechnung erst als Stufenmodell: Nettoumsatz (DB0), minus Marktplatzgebühren (DB1), minus Wareneinsatz (DB2), minus Fulfillment (DB3), minus Retourenwirkung (DB4), minus Marketing und Gemeinkosten (DB5). Erst DB5 sagt dir, ob ein Artikel Geld verdient. Wie das Stufenmodell im Detail funktioniert, zeigt der Artikel Deckungsbeitrag statt Umsatz.

Gebühren automatisch statt in Excel rechnen

Die Rechnung oben ist für einen Artikel machbar. Für 50 SKUs mit unterschiedlichen Preisen, Kategorien und Retourenquoten ist sie in Excel praktisch nicht mehr aktuell zu halten. Ozelot zieht Bestellungen, Gebühren und Retouren direkt aus der OTTO Market API und rechnet jede Bestellung bis zum Deckungsbeitrag durch. Fehlende Kosten werden markiert statt geschätzt, und der Verlauf zeigt, welche SKUs Marge liefern und welche sie fressen.

Profit statt Umsatz sehen

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